{"id":15,"date":"2021-01-19T15:03:18","date_gmt":"2021-01-19T14:03:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.harspelt.de\/?page_id=15"},"modified":"2021-01-19T15:03:20","modified_gmt":"2021-01-19T14:03:20","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.harspelt.de\/?page_id=15","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Gr\u00fcndungszeit des Ortes ist unbekannt. Im 11. Jahrhundert wird Harspelt erstmals urkundlich erw\u00e4hnt. Schon im 12. Jh. ist eine Pfarrkirche mit Pfarrhaus belegt. Damit d\u00fcrfte Harspelt mit zu den \u00e4ltesten Siedlungen der Westeifel geh\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Kirchenchronik kommt Harspelt im 16. Jh., &#8222;als die Burg zu Ouren (belgischer Nachbarort ca. 2 km entfernt) gebaut wurde, teils als Lehen von der Abtei Pr\u00fcm und teils von den Grafen von Vianden (Luxemburg) an die Herren von Ouren&#8220;. Die damaligen politischen, territorialen und administrativen Verh\u00e4ltnisse waren sehr vielf\u00e4ltig. Das Gebiet lag im Spannungsfeld der Einfl\u00fcsse weltlicher und geistlicher Machthaber, allen voran des Kurf\u00fcrstentums Trier und des Herzogtums Luxemburg. Mit einem Bestand von 13 Stockh\u00e4usern ist ist Harspelt um 1626 eines der bedeutenderen D\u00f6rfer im Eifelraum. In den Pestperioden zwischen 1626 und 1680, denen im Herzogtum Luxemburg mit 120.000 Menschen rund 3\/4 der Bev\u00f6lkerung zum Opfer fallen, sterben in Harspelt vier Stockh\u00e4user v\u00f6llig aus, in neun \u00fcberleben jedoch die Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im ausgehenden 18. Jh., das insgesamt eine Zeit des Friedens und bescheidener wirtschaftlicher Bl\u00fcte brachte, geh\u00f6rte Harspelt als eigene Meierei (Verwaltungsbezirk) zur Herrschaft Dasburg im luxemburgischen Quartier Vianden. 1785 greift ein im Pfarrhaus entstandener Kaminbrand auf das Dorf \u00fcber, das fast v\u00f6llig abbrennt. 1794 wird das Gebiet um Harspelt von franz\u00f6sischen Revolutionstruppen besetzt. Nach dem Anschluss der \u00f6sterreichischen Niederlande an Frankreich geh\u00f6rt Harspelt zum Kanton Arzfeld, Bezirk Bitburg im &#8222;W\u00e4lder-Departement&#8220;. Bei der Neuordnung des Verwaltungsrechts entstehen die B\u00fcrgermeister\u00e4mter, wobei Harspelt eine eigene Mairie bleibt und Teile von Ouren mitverwaltet. In der franz\u00f6sischen Zeit mit der Aufl\u00f6sung der Kleinstaaten und dem Ende der Grundherrschaft gehen die Stockg\u00fcter in den Besitz ihrer Bewohner \u00fcber. Die Einwohnerzahl bleibt von Beginn des 19. Jh. bis Mitte des 20 Jh. mit etwa 100 &#8211; 120 B\u00fcrgern konstant.<\/p>\n\n\n\n<p>1815 wird das Gebiet als Bestandteil der Rheinprovinz preu\u00dfisch. Die Einteilung in Kreise l\u00f6st die historische Beziehung zu Ouren, das als s\u00fcdlichste Gemeinde des Regierungsbezirkes Aachen im Kreis St. Vith (nach 1820 Malmedy) verbleibt, w\u00e4hrend Harspelt an den Kreis Pr\u00fcm f\u00e4llt und damit zum Regierungsbezirk Trier geh\u00f6rt. Das 19. Jh. ist gepr\u00e4gt von einer Reihe von Notjahren zwischen 1816 und 1854, um 1870, sowie dem sog. &#8222;Eifelnotstand&#8220; um 1884\/85. Trotzdem liegen Berichte \u00fcber Auswanderungen, die in den 1840er und 1890er Jahren zur Entv\u00f6lkerung des Kreises f\u00fchrten, f\u00fcr Harspelt nicht vor. Mitte des 19. Jh. kommt die ehemals eigenst\u00e4ndige B\u00fcrgermeisterei Harspelt zur B\u00fcrgermeisterei Leidenborn. 1918 f\u00e4llt der Kreis Malmedy an Belgien, das in der Gemeinde Ouren die einzigen westlich der Our gelegenen Gebiete besitzt. Wegen der Zugeh\u00f6rigkeit zum Kreis Pr\u00fcm verbleibt Harspelt im Deutschen Reich.<\/p>\n\n\n\n<p>Im 1. Weltkrieg bleibt Harspelt unbesch\u00e4digt, die Zerst\u00f6rungen im 2. Weltkrieg sind jedoch umso schlimmer. Die Bewohner werden wiederholt evakuiert. Zwar entgeht der Ort dem geplanten Abbruch im Rahmen des Westwallausbaues, doch die Hoffnung auf einen schnellen Einmarsch der Amerikaner 1944 endet &#8211; wie f\u00fcr viele Gemeinden im Bereich des Westwalls &#8211; im Granatfeuer der deutschen Truppen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Aufl\u00f6sung der B\u00fcrgermeisterei Leidenborn gelangt Harspelt zun\u00e4chst zum Amt Daleiden-Leidenborn und geh\u00f6rt heute zur Verbandsgemeinde Arzfeld.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gr\u00fcndungszeit des Ortes ist unbekannt. Im 11. Jahrhundert wird Harspelt erstmals urkundlich erw\u00e4hnt. Schon im 12. Jh. ist eine Pfarrkirche mit Pfarrhaus belegt. Damit d\u00fcrfte Harspelt mit zu den \u00e4ltesten Siedlungen der Westeifel geh\u00f6ren. Nach der Kirchenchronik kommt Harspelt<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-15","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.harspelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/15","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.harspelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.harspelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.harspelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.harspelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.harspelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/15\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16,"href":"https:\/\/www.harspelt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/15\/revisions\/16"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.harspelt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}